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Eine umfangreiche Gegenüberstellung
der Haltungsbedingungen von Tieren im ökologischen und
konventionellen Bereich finden sie im
Ratgeber "Biotiere"
des Bioland-Anbauverbandes.

Flächengebundene
Tierhaltung bedeutet, dass pro Hektar landwirtschaftlich genutzter
Fläche je nach Tierart nur eine bestimmte Anzahl von Tieren
gehalten werden darf. Damit wird die Belastung von Böden
sowie Grund- und Oberflächenwasser durch Ausscheidungen
minimiert und eine Überweidung verhindert. Die Tierhaltung
soll den natürlichen Kreislauf zwischen Tier und Boden,
Boden und Pflanze sowie Pflanze und Tier fördern.
Die Tiere im ökologischen Betrieb stammen aus eigener Nachzucht
oder aus anderen ökologischen Betrieben. Ausnahmsweise
dürfen Tiere unter bestimmten Bedingungen aus konventionellen
Beständen zugekauft werden. Nach dem Zukauf müssen
sie eine tierartspezifische Umstellungszeit durchlaufen. So
darf z.B. das Fleisch eines Schlachtrindes nur dann als Ökoware
verkauft werden, wenn das Tier mindestens 12 Monate ökologisch
gehalten wurde.
Die Gesundheit der Tiere steht im ökologischen
Landbau stets im Vordergrund, nicht die maximale Leistung an Fleisch, Milch oder Eiern.
Eine vorbeugende Behandlung mit
Medikamenten ist strikt verboten. Im Krankheitsfall
werden bevorzugt Tierarzneimittel auf phytotherapeutischer (pflanzlicher)
und homöopathischer Basis angewandt. Chemisch-synthetische
Arzneimittel oder Antibiotika werden nach Möglichkeit gar
nicht oder nur in Notfällen eingesetzt.
Werden herkömmliche Tierarzneimittel verabreicht, verdoppeln
sich die gesetzlich vorgeschriebenen Wartezeiten vor der Schlachtung
und der Vermarktung von Milch und Eiern. Die Erzeugnisse dürfen
nicht mehr als Öko-Lebensmittel verkauft werden, wenn das
Tier mehr als zwei Mal innerhalb eines Jahres mit solchen Medikamenten
behandelt werden muss.
Will man Nutztiere gesund erhalten, spielt auch die bedarfsgerechte
Fütterung eine wesentliche Rolle. Der Einsatz
von konventionellen Milchaustauschern ist im ökologischen
Landbau verboten. Die Tiere müssen grundsätzlich
mit ökologischen Futtermitteln gefüttert werden. Dabei
sollte das Futter vom eigenen Betrieb stammen. Wenn dies nicht
möglich ist, kann Öko-Futter zugekauft werden.
Ist eine ausschließliche Versorgung mit Futtermitteln
aus ökologischer Erzeugung nicht möglich, durften
bis 24. August 2005 je nach Tierart bis zu 25 Prozent konventionelle
Futtermittel eingesetzt werden. Danach war ursprünglich
geplant auf 100 Prozent ökologische Futtermittel umzusteigen. Da das Angebot
an ökologischen Futtermitteln jedoch knapp ist, wurden die Übergangsfristen
verlängert. Kritisch ist die Marktlage insbesondere bei eiweißreichen
Futtermitteln, wie sie zum Beispiel zur Schweinemast erforderlich sind. Hier ist ein
stufenweiser Abbau bis Ende 2011 vorgesehen. Wiederkäuer wie Milchkühe, bei
denen bislang noch bis zu 5 Prozent konventionelles Futter gestattet war, dürfen
ab Januar 2008 nur noch Öko-Futter erhalten.

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