BÖLW  IFOAM  

In Deutschland wirtschaften heute um die 17.000 Betriebe ökologisch nach den Bestimmungen der EU-Öko-Verordnung. Die meisten dieser Öko-Betriebe sind in den acht in Deutschland existierenden Verbänden organisiert: BIOKREIS, BIOLAND, BIOPARK, ECOLAND, ECOVIN, DEMETER, GÄA, NATURLAND. Die Verbände kennzeichnen ihre Produkte mit eingetragenen und geschützten Warenzeichen und kontrollieren ihre Vertragsbetriebe streng hinsichtlich der Einhaltung der vereinbarten Richtlinien. Einige von ihnen sind auf spezielle Produkte spezialisiert wie beispielsweise auf Wein oder Obst, andere haben eher regionale Schwerpunkte.

Die Richtlinien der Verbände sind in manchen Bereichen strenger ausgelegt als die EU-Kriterien, z.B. bei der Weiterverarbeitung Außerdem regeln einige Verbände Bereiche wie Aquakultur oder Weinbau, für die erst ab 2009 EU-einheitliche Vorschriften gelten.

Im Juni 2002 haben Vertreter der Öko-Landbauverbände, der ökologischen Lebensmittelverarbeitung und des Handels den "Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft" (BÖLW) gegründet. Der BÖLW e.V. ist ein Verband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft und repräsentiert den privatrechtlich organisierten und über Jahrzehnte aufgebauten Ökologischen Landbau in Deutschland. Ziel des BÖLW ist es, die Entwicklung der ökologischen Lebensmittelwirtschaft zu fördern und ihre gemeinsamen Interessen zum Ausdruck zu bringen. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten steht die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen.


Auch im Ausland gibt es zahlreiche Verbände und Organisationen für ökologischen Landbau. Etwa 750 sind in der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) organisiert. Die IFOAM definiert Basisrichtlinien, die weltweit für staatliche und nichtstaatliche Organisationen als Maßstab der ökologischen Erzeugung dienen.


Zeichen und Siegel im Ökolandbau