Pflanzenschutzmittel  Zusatzstoffe  

Für Bio-Qualität muss man im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln höhere Preise bezahlen. Dafür gibt es verschiedene Gründe:
· Die Erträge im Pflanzenbau sind niedriger, da auf chemisch-synthetische Dünge-
  mittel und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird.
· Da die Tierhaltung weniger intensiv ist, werden auch weniger Eier, Fleisch und
  Milch erzeugt. Die Tiere werden bedarfsgerecht nach dem jeweiligen
  Entwicklungsstadium ernährt.
· Die Vielseitigkeit der Betriebe verursacht höhere Kosten und einen größeren
  Arbeitszeitaufwand.
· Circa ein Drittel der Fläche wird mit Leguminosen zur Gründüngung bebaut und
  steht für den Anbau von Lebensmitteln nicht zur Verfügung.

Da Bio-Lebensmittel mittlerweile in fast allen konventionellen Supermärkten und Discountern zu erwerben sind, werden die Preisunterschiede immer geringer. Am teuersten sind weiterhin Bio-Fleisch und -Fleischerzeugnisse. Bei Milch und Molkereiprodukten steigt in der Regel der Preis mit dem Fettgehalt. Bei Getreide und Nudeln ist der Preisunterschied zu konventionellen Produkten gering. Gleiches gilt für gängige Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel und Karotten. Je „exotischer“ die Sorten, desto teurer sind sie. Im Preisvergleich mit Markenprodukten können Bio-Lebensmittel sogar günstiger sein, insbesondere wenn man sie direkt beim Erzeuger und entsprechend der Saison einkauft.

Bio-Lebensmittel sind in vielerlei Hinsicht „wert-voll“ und ihren Preis durchaus wert. So enthält Bio-Gemüse beispielsweise wesentlich weniger Nitrat und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als konventionell angebautes Gemüse. Bei der Verarbeitung von Bioerzeugnissen kommen erheblich weniger Zusatzstoffe zum Einsatz.

Auch im Bereich Umwelt- und Klimaschutz können Bio-Lebensmittel punkten: Durch Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Mineraldünger werden Boden, Wasser und Luft geschont und Energie gespart. Der Öko-Landbau fördert die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren und begünstigt die Vermehrung von Nützlingen. So leisten Sie mit dem Kauf von Bio-Lebensmitteln nicht nur einen Beitrag zu Ihrer persönlichen Gesundheit, sondern helfen unsere Natur gesund zu erhalten.

Mehr Informationen über Ökolandbau und Klimaschutz finden Sie hier.

Beispiel eines positiven Effekts:

Wissenschaftler des Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde und des Instituts für Ökologischen Landbau der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig kamen zu dem Schluss, dass der ökologische Landbau das Hochwasserrisiko minimiert. In einem ökologisch bebautem Feld leben etwa sieben Mal so viele Regenwürmer als in einem konventionellem. Durch die Auflockerung des Bodens versickert doppelt so viel Regenwasser wie auf konventionell bewirtschafteten Böden. Dadurch kann der Boden mehr Flüssigkeit aufnehmen und dementsprechend strömt weniger Niederschlag direkt in die Flüsse.